Liebe K-Skeptiker,
hier ein hörenswerter Beitrag vom SWR2:
http://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/swr2-forum/der-streit-um-die-deutschen-kunstmuseen-zu-viel-zu-gross-zu-teuer/-/id=660214/did=16281552/nid=660214/1u8kt2m/index.html
Für Mannheim stellen sich folgende Fragen:
Was kostet die Zwischenlagerung der Mannheimer Sammlung nach dem Stand der derzeitigen logistischen Technik und versicherungstechnischen Anforderungen für Kunst während der Bauzeit?
Was kostet die Lagerung von nicht ausgestellten Kunst-Leihgaben?
Benutzen Kunstliebhaber und Kunstsammler die Museen als billiges Kunstdepot?
Wie tragen die Eigentümer zu den Lagerung- und Verwaltungskosten bei?
Reduziert sich ihr Anteil über die Jahre hinweg auf die Abschöpfung des Wertzuwachses?
Ist das neue Mannheimer Museumskonzept zukunftsfähig?
Ein Sponsor macht mit einer Spende von 50 Mio.€ eine Anschubfinanzierung. Rest- und Betriebskosten werden demokratisiert, d.h. die Bürger legen die restlichen Baukosten drauf. Betriebs- und Personalkostenzuwachs open end.
Ist das Mitspielen in der internationalen Liga der Kunst-Museen für Mannheim finanzierbar?
Die großen angekündigten Ausstellungen werden es schwer haben durch die Eintrittsgelder wenigstens die Logistik- und Personalkosten einzuspielen, während die Mannheimer Sammlung im Depot verschwindet und nicht mehr zu sehen sein wird. Oder können Sie vielleicht die Werke der Mannheimer Sammlung in digitaler Form im Internet ansehen? Ist ein Hingeh- und Kuck-Museum überhaupt noch zeitgemäß?
Siehe auch Beitrag: Museum digital
GEGEN den Abriss des Skulpturen-Museums am Wasserturm. FÜR einen Kunsthallen-Neubau.
9. Oktober 2015
6. Oktober 2015
Die Kunsthalle braucht mehr Geld ...
Die Kunsthalle jammert: Artikel Mannheimer Morgen vom 2.10.2015
Einer der Gründe für den Abriss des Mitzlaffbaus waren die zu hohen Betriebskosten und eine fehlende Klimaanlage. "Schon zu den Erbauungszeiten waren die Betriebskosten des Mitzlaffbaus eine Katastrophe." Man hat damals die Leerschächte für die künftige Klimaanlage bereits eingebaut, aber nie genutzt, weil das Geld zu knapp war.
Und jetzt entsteht mit dem Neubau wieder eine Betriebskosten-Katastrophe? (http://www.morgenweb.de/mannheim/mannheim-stadt/kunsthalle-braucht-mehr-geld-1.2455156)
Kein energetisch sinnvoll geplantes Gebäude? Keine Einsparung mit zeitgemäßer Dämmung von Neubauten? Keine Stromkostenreduzierung aufgrund von großflächigen Photovoltaikelementen? Lt. Architekt sollen die außenliegenden grauen Sichtbetonwände ungedämmt bleiben. "Ein schöner Grauton." 1,20 m vor dem Beton steht die Metallfassade, die bestimmt durch seine Materialeigenschaften und Luftdurchlässigkeit der Metallgitterfassade wohl ein Novum in Sachen Dämm-Material sein muss. Klotzen kostet Geld. Diese Weisheit kann man jedem Projekt bereits bei der Planung zu Grunde legen. Das Gejammere der Kunsthalle wegen der Mehrkosten ist unverständlich, weil die Kostensteigerung absehbar war. Eine vorausschauende Betriebskostenberechnung kann ein international besetztes Architekten-Preisgericht natürlich nicht als Maßstab für die Bewertung anlegen. Wenn man als Museum internationale Strahlkraft wünscht, darf man nicht wegen der Kosten jammern. "Mannheim ist eine reiche Stadt." Oder stimmt diese Aussage von OB Peter Kurz etwa doch nicht?
Einer der Gründe für den Abriss des Mitzlaffbaus waren die zu hohen Betriebskosten und eine fehlende Klimaanlage. "Schon zu den Erbauungszeiten waren die Betriebskosten des Mitzlaffbaus eine Katastrophe." Man hat damals die Leerschächte für die künftige Klimaanlage bereits eingebaut, aber nie genutzt, weil das Geld zu knapp war.
Und jetzt entsteht mit dem Neubau wieder eine Betriebskosten-Katastrophe? (http://www.morgenweb.de/mannheim/mannheim-stadt/kunsthalle-braucht-mehr-geld-1.2455156)
Kein energetisch sinnvoll geplantes Gebäude? Keine Einsparung mit zeitgemäßer Dämmung von Neubauten? Keine Stromkostenreduzierung aufgrund von großflächigen Photovoltaikelementen? Lt. Architekt sollen die außenliegenden grauen Sichtbetonwände ungedämmt bleiben. "Ein schöner Grauton." 1,20 m vor dem Beton steht die Metallfassade, die bestimmt durch seine Materialeigenschaften und Luftdurchlässigkeit der Metallgitterfassade wohl ein Novum in Sachen Dämm-Material sein muss. Klotzen kostet Geld. Diese Weisheit kann man jedem Projekt bereits bei der Planung zu Grunde legen. Das Gejammere der Kunsthalle wegen der Mehrkosten ist unverständlich, weil die Kostensteigerung absehbar war. Eine vorausschauende Betriebskostenberechnung kann ein international besetztes Architekten-Preisgericht natürlich nicht als Maßstab für die Bewertung anlegen. Wenn man als Museum internationale Strahlkraft wünscht, darf man nicht wegen der Kosten jammern. "Mannheim ist eine reiche Stadt." Oder stimmt diese Aussage von OB Peter Kurz etwa doch nicht?
11. August 2015
Mannheims schönste Baulücke wird verbaut ....
Am Friedrichsplatz steht jetzt das über 60.000 € - Muster der neuen
Metallvorhang-Fassade. Die versprochenen Eigenschaften lassen sich in
Natura nicht nachvollziehen. Das haushohe Metallgitter als Bestandteil des Floating Windows Kunstwerks von James Turell wurde mit dem Gebäudeabriss im Herbst 2014 entfernt.
Die bereits in Mannheim an der Kunsthalle vorhandene Metallvorhangfassade wurde von den Architekten nochmals neu erfunden und während der Präsentation als eigene Idee und "Weltneuheit" vorgestellt.
24. Juli 2015
Leider konnte der Abriss des Mitzlaffbau am gekennzeichnet Standort am Friedrichsplatz in Mannheim nicht verhindert werden. Der Neubau wird durch seine überproportionale Größe und Aussehen mit Metallfassade den Mannheimer Friedrichsplatz und die Jugendstilanlage nachhaltig negativ beeinflussen.
Bereits in der Planungsphase haben 15 namhafte Mannheimer Architekten im Jahr 2012 gegen das Bauvorhaben schriftlich protestiert. Vergebens.
Bereits in der Planungsphase haben 15 namhafte Mannheimer Architekten im Jahr 2012 gegen das Bauvorhaben schriftlich protestiert. Vergebens.
4. Januar 2015
Jahresrückblick 2014
Einen Jahresrückblick 2014 von Niels Gormsen zu den Neubauaktivitäten in Mannheim lesen Sie hier.
– Ein verantwortungsloser Abriss im Herzen der Stadt. – Ein Neubau, der den Platz verschandelt. – Ein Bauamt im Technisches Rathaus merkt nicht, dass das Gebäude in dem die Bau-Fachleute residieren abbruchreif wird. Oder gemacht wird?
Wem wird das Gelände für 1,- € zugeschlagen, damit wieder der dringende Wohnbedarf errichtet werden kann? ("Uns fehlt Wohnraum im Luxussegment", so OB Kurz.) Mannheim schreit laut JA bei der Flüchtilingsfürsorge. Aber der Wohnraum in der Benjamin-Franklin-Village steht leer. Prognose Abriss? Für eine verdichtete Wohnbebauung? Schöne Aussichten .....
– Ein verantwortungsloser Abriss im Herzen der Stadt. – Ein Neubau, der den Platz verschandelt. – Ein Bauamt im Technisches Rathaus merkt nicht, dass das Gebäude in dem die Bau-Fachleute residieren abbruchreif wird. Oder gemacht wird?
Wem wird das Gelände für 1,- € zugeschlagen, damit wieder der dringende Wohnbedarf errichtet werden kann? ("Uns fehlt Wohnraum im Luxussegment", so OB Kurz.) Mannheim schreit laut JA bei der Flüchtilingsfürsorge. Aber der Wohnraum in der Benjamin-Franklin-Village steht leer. Prognose Abriss? Für eine verdichtete Wohnbebauung? Schöne Aussichten .....
18. Dezember 2014
Museum digital
"Die Rolle des Direktors besteht darin, größere Entwicklungslinien zu erkennen, aufzuzeigen und dann voranzuschreiten."
Max Hollein, Museumsdirektor Städel, Schirn und Liebighaus Frankfurt.
Mit dem Museum auf dem iPad gelingt es künftig stärker Inhalte interaktiv in den Vordergrund zu bringen. Das Museum selbst als architektonische Präsentationsform für Kunst verweist sich als Protagonist in den Hintergrund. Mit der digitalen Konzentration wird der Raum der Auseinandersetzung mit Kunst unweigerlich verlagert. Das virtuelle Museum will geboren werden.
Mannheim wird sich ein Scheibchen abschneiden müssen, da es in der europäischen Metropolregion Rhein-Neckar online keinen Bestandskatalog für Kunstwerke gibt. Will man dem Wissens- und Vermittlungsauftrag gerecht werden führt kein Weg an der Digitalisierung und deren Publikation in vollem Umfang vorbei.
15. Dezember 2014
Städte für Menschen
Buchempfehlung: Jan Gehl, Stadtplaner
Im Januar 2015 erscheint sein Buch "Städte für Menschen."
Interessante Ergebnisse seiner Langzeitstudien. Er bezeichnet manche Entwürfe großer Architekten als Vogelkot-Architektur. Man sollte seine Meinung zum Museumsbau Mannheim einholen.
Abonnieren
Posts (Atom)

