11. August 2015

Mannheims schönste Baulücke wird verbaut ....

Am Friedrichsplatz steht jetzt das über 60.000 € - Muster der neuen Metallvorhang-Fassade. Die versprochenen Eigenschaften lassen sich in Natura nicht nachvollziehen.


Das haushohe Metallgitter als Bestandteil des Floating Windows Kunstwerks von James Turell wurde mit dem Gebäudeabriss im Herbst 2014 entfernt.

Die bereits in Mannheim an der Kunsthalle vorhandene Metallvorhangfassade wurde von den Architekten nochmals neu erfunden und während der Präsentation als eigene Idee und  "Weltneuheit" vorgestellt.

Kommentare:

  1. Auf eine Tiefgarage unter dem Museumsneubau wurde verzichtet. Sind die bislang vorhandenen Parkplätze bei Museumsveranstaltunegn ausreichend ?
    Sparen am falschen Ende > Während man zusätzliche Geschosse im Hochbau nachträglich aufsetzen kann, ist es unmöglich weitere Kellergeschosse im Tiefbau drunterzubauen.

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  2. Ist die Fassade der neuen Kunsthalle gelungen?

    Nein! sagen da viele und schließen sich damit der Meinung von Herrn Dettlinger an, die er 13.10. im MM geäußert hat.

    Einen „magischen Ort“, eine „Kathedrale der Gegenwart“, einen „Kracher für Mannheim“ hatte man uns versprochen. Dass der Wettbewerb mit internationalen Architekten 2012 nicht zu einem so hehren Ergebnis führen würde, war schon dadurch abzusehen, dass man drei erste Preise vergab, wohl, weil keine der eingereichten Arbeiten die hohen Erwartungen zu erfüllen versprach.

    Schließlich wurde der GMP-Entwurf ausgewählt. Der hätte schon im ersten Wettbewerbsdurchgang ausscheiden müssen, weil er einige Bedingungen, unter anderem den vorgegebenen Kostenrahmen, nicht berücksichtigte. Nachdem der Architekt seinen Entwurf dann um ein Kellergeschoss verbilligen musste, durfte er bauen.

    Dass sich das neue Bauwerk nicht in dem Maße in die Umgebung des Friedrichsplatzes einfügen würde, wie es von Anfang an gefordert war, war abzusehen. Viele Stimmen – auch von renommierten Fachleuten – haben damals darauf hingewiesen. Während alle historischen Bauten in der Nachbarschaft – abgesehen von den Bausünden links vom Rosengarten – fein gegliederte Fassaden zeigen, erscheint die neue Kunsthalle eher wie ein Block aus einem Guss. Dabei besteht sie doch aus mehreren übereinander gestapelten Ausstellungssälen, die durch Brücken miteinander verbunden sind. Diese Gliederung hätte man nach außen deutlich zeigen können.

    Dass man den Bau dann noch mit diesem unnötigen Drahtnetz überzogen hat, lässt ihn endgültig als Quader erscheinen. Daran ändern auch die verzweifelten Bemühungen um die Kupferfarbe nichts. Und wenn wir nun auf die versprochenen Lichteffekte warten: Wer wird sie in der Nacht ansehen?

    Alles in allem bekommen wir eine brave Architektur, passend zur ehemaligen „Werkstatt Badens“,
    nicht aber zu der Stadt, die wir repräsentieren wollen.

    Gut gemeint – schlecht gemacht!


    Wolfgang Fabian, Mannheim,19.10.2017

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